Innovation
Innovation kommt aus dem lateinischen und bedeutet frei übersetzt „Erfindung“ oder „Entdeckung“.
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Definition
Definitionen für Innovation findet man in der Literatur zuhauf. Es mag hierbei auch von der Dimension abhängen in der wir uns bewegen. In der inhaltlichen Dimension wird die Frage wohl „Was ist neu“ lauten. Im Gegensatz dazu ist bei der subjektiven Dimension nach dem „Neu, für wen?“ zu fragen. Blickt man aus Sicht einer „prozessualen Dimension“ auf die Definition, muss die Fragestellung „Wo beginnt, wo endet die Neuerung?“ lauten. Normativ betrachtet wird man fragen ...“ob neu gleich erfolgreich“ ist.
Innovationen sind kreative, objektiv erstmalige und folglich nur beschränkt plan- und formulierbare Vorgänge.
Innovationsarten
Innovationen müssen generell dahingehend unterschieden werden, welcher Bereich von der Verbesserung betroffen ist.
Bei Produktinnovationen handelt es sich um neue Erfindungen oder Verbesserungen von schon bestehenden Produkten. Prozessinnovationen zeichnen sich durch die Veränderung von Abläufen oder die generelle Neuartigkeit von Ablaufprozessen aus. Soziale Innovationen sind z.B. Mitarbeiter-Beteiligungsmodelle in Unternehmen.
Weitere Differenzierungen von Innovationen:
- Mittelinduzierte Innovation – der Zweck bleibt unverändert, aber es werden neue Mittel zur Erfüllung dieses Zwecks angeboten.
- Zweckinduzierte Innovation – Es entsteht ein neuer Zweck, der mit unveränderten Mitteln befriedigt wird.
- Autonominduzierte Innovation – Suche von Anwendungsgebieten für ein schon entdecktes Potential.
- Radikale Innovation – in diesem Typ sind die Zwecke neu gesetzt und zugleich werden neue Mittel zur Erfüllung dieser Zwecke angeboten.
- Inkrementale Innovation – in diesem Typ sind sowohl die Zwecke als auch die Mittel im Prinzip unverändert. Das innovative Element liegt entweder in der Neuartigkeit der Kombination oder in einem wesentlich verbesserten Zweck-Mittel-Verhältnis.
Radikale und & Inkrementale Innovation lassen sich auch wie folgt formulieren:
- Verbesserungsinnovationen bei denen Produkte oder Dienstleistungen in Ihrer Funktionalität verbessert werden, um z.B. die Attraktivität zu steigern.
- Durchbruchsinnovationen: Hier existiert ein konkretes Bedürfnis nach einem Produkt oder einem Service. Sie sind oft das Resultat von F&E Projekten. Die Erfolgswahrscheinlichkeit ist – da Bedarf der Anreiz für die Entwicklung war – meist hoch.
- Transferinnovationen zeichnen sich dadurch aus, dass sie nichts ursprünglich neues sind. Bereits etablierte und erfolgreich eingesetzte Konzepte werden auf einen anderen Markt oder ein anderes Marktsegment übertragen
Objektive oder subjektive Innovation
Eine zweite Möglichkeit die Art der Innovation zu differenzieren liegt darin, zu unterscheiden, wer von der Neuerung betroffen ist.
Objektive Innovationen betreffen die Gesamtheit aller von der Innovation Partizipierenden. Dieses kann zum Beispiel die Neuentdeckung oder erfolgreiche Entwicklung eines neuen Produktes sein. Von der Erfindung einer effizienten Lösung, das Ozonloch zu schließen, würden z.B. uneingeschränkt alle Menschen einen Vorteil erzielen können. Eine derartige Entdeckung wäre definitiv eine objektive Innovation.
Subjektive Innovationen betreffen nie die Gesamtheit aller Menschen. Hier muss die Frage gestellt werden: „Für wen ist der Nutzen einer (bereits vorhandenen) Erfindung eine Innovation?“.
Der Innovationsprozess
- In der ersten Phase geht es um das Entdecken und Sammeln von Innovationsideen. Der Anstoß für eine Innovation resultiert hierbei oft aus dem Wunsch ein Problem lösen zu wollen. Es gibt folglich eine Induktion, welche die Aktion „Suche Problemlösung“ aktiviert. Dieses findet in der Innovationsphase statt.
- In der Inkubationsphase werden die gefundenen Ideen bewertet und nach Ihren Erfolgschancen aussondiert. Die aussichtsreichsten Innovationsideen werden in konkrete Projekte eingeteilt.
- In der Realisationsphase werden die Innovationsprojekte in die Tat umgesetzt und zu marktreifen Erfindungen weiterentwickelt.
- In der letzten Phase findet die Prozess-, Markt- oder Produkteinführung statt. Es wird versucht das Innovationsresultat auf dem Markt zu etablieren.
Literatur
- Hausschild, Innovationsmanagement, München 2007, ISBN 978-3800634132

