Förderung

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Inhaltsverzeichnis

Allgemeine Hinweise zur Förderlandschaft

Unter Förderung / Subvention versteht man eine Leistung aus öffentlichen Mitteln an Betriebe oder Unternehmen, die der Förderung der Wirtschaft dienen soll. Eine breite Übersicht über Fördermittel finden Sie im "Förder-Index". Dieser wurde auf Basis der erfolgreichen Broschüre "Förder-Index" die in Zusammenarbeit mit dem MedTech Pharma Development Fonds (finanziert durch Fördermittel des Bayerischen Wirtschaftsministeriums aus der High-Tech-Offensive) erstellt und veröffentlicht.

Bild:Foerder-Index.png Unseren Förder-Index finden Sie hier.

Wer fördert?

Eines der größten Probleme junger Unternehmen und Unternehmensgründer ist die fehlende Finanzierung. Um dem entgegenzuwirken, haben die öffentliche Hand und insbesondere der Freistaat Bayern eine Vielzahl an Programmen geschaffen, die allesamt das Ziel haben, junge Unternehmen mit wachstumsorientierten Geschäftsmodellen nachhaltig zu unterstützen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche private Stiftungen, die Entrepreneure – meist in ganz speziellen Branchen – finanziell fördern.

Die öffentlichen Fördermittel stammen aus regionalen, bundesweiten und europaweiten Programmen. Für Antragsteller empfiehlt es sich, zunächst die regionalen Förderprogramme in Betracht zu ziehen, da im Vergleich zu überregionalen Programmen sowohl das Handling einfacher als auch die Verfügbarkeit höher ist.


Quellen der öffentlichen Förderung


Diese Behörden haben die Bewilligung und Auszahlung oft an Institutionen weitergeleitet. Die jeweiligen Antragsstellen und Informationsquellen finden Sie in unserer Übersicht zu den einzelnen Programmen.

Wie wird gefördert?

Es gibt verschiedene Typen von öffentlichen Förderprogrammen. Grundsätzlich kann man vier verschiedene Arten der Förderung unterscheiden:

  • Zuschüsse
Bei einem Zuschuss wird eine nicht rückzahlbare Beihilfe gewährt. Der wirtschaftliche Vorteil für den Empfänger ist groß, da die Förderung nicht zurückgezahlt werden muss.
  • Darlehen
In diesem Fall werden dem Empfänger zinsverbilligte Darlehen zur Verfügung gestellt, die oft durch Haftungsfreistellungen gegenüber der Hausbank flankiert sind. Teilweise werden auch zins- und/oder tilgungsfreie Jahre angeboten, um die Liquidität der Unternehmen zunächst zu schonen. Diese Programme werden in der Regel über die Hausbank abgewickelt.
  • Bürgschaften
Hier werden fehlende Sicherheiten des Unternehmers ersetzt. Hieraus ergibt sich normalerweise kein wirtschaftlicher Vorteil, allerdings wird der Zugang zu Kapital erleichtert.
  • Beteiligungen
Bei Beteiligungen wird Kapital gegen Unternehmensanteile zur Verfügung gestellt. Diese Programme werden oft im innovativen Umfeld angeboten.


Hausbankprinzip

Finanzierungshilfen in Darlehensform werden normalerweise über die Hausbank der Antragsteller beantragt und ausgegeben. Die Darlehen kommen also nicht direkt von der jeweiligen Förderbank, sondern fließen von der Hausbank vor Ort an den Kreditnehmer. Als Hausbank kommt jede Bank oder Sparkasse in Frage, bei der der Antragsteller Firmenkunde ist. Die Aufgabe der Hausbank ist es, die Durchfinanzierung des gesamten Vorhabens zu bestätigen und im Regelfall nach Vorhabensabschluss den zu erstellenden Verwendungsnachweis zu prüfen.


Haftungsfreistellungen und Bürgschaften

Durch Haftungsfreistellungen und Bürgschaften wird das Kreditrisiko der Bank reduziert, wodurch sich ein leichterer Zugang zu Darlehen ergibt. Dies bedeutet allerdings nicht, dass der Unternehmer von der Pflicht, den Kredit zurückzuzahlen, entbunden wird. So kommt es beispielsweise im Falle einer Insolvenz lediglich zum Gläubigertausch. Und das bedeutet, dass der Unternehmer den Kredit in diesem Fall an die Förderorganisation und nicht an die Bank zurückzahlen muss.

Was wird gefördert?

Grundsätzlich wird unterschieden zwischen Sachinvestitionen (z. B. Maschinen, Gebäude), zu denen teilweise auch das Warenlager zählt, Markterschließungskosten (z. B. Marktstudien) und Betriebsmitteln (laufende Ausgaben im Geschäftsbetrieb, z. B. Personalkosten). Welche Kosten in den einzelnen Programmen gefördert werden, finden Sie in der Programmübersicht. Es ist unbedingt zu beachten, dass Ihre geplanten Kosten mit den geförderten Kosten übereinstimmen. In der Regel müssen sehr detaillierte Berichte während und nach den Förderprojekten an den Projektträger übergeben werden.


Können Programme kombiniert werden?

Teilweise ist es möglich, bestimmte Förderprogramme zu kombinieren. Allerdings ist es schwer, dies selbst zu überblicken. Es müssen Bemessungsgrenzen, Höchstwerte und die Art der geförderten Maßnahme beachtet werden, von denen es jedoch eine Vielzahl gibt. Dies muss im Einzelfall bei den Projektträgern nachgefragt werden.

De minimis

Als Beihilfen oder Subventionen werden Zuwendungen bezeichnet, die für das empfangende Unternehmen einen wirtschaftlichen Vorteil gegenüber einem Konkurrenzunternehmen, das keine Subvention erhalten hat, bedeuten. Da eine Zuwendung nur einzelnen Marktteilnehmern zukommt, könnte sich der Wettbewerb verzerren. Die Europäische Kommission kontrolliert als Wächterin des Europäischen Marktes, dass die einzelnen Mitgliedsstaaten keine den europäischen Wettbewerb beschränkenden Beihilfen an Unternehmen gewähren. Beihilfen müssen daher in der Regel von der EU-Kommission genehmigt werden. Manche Beihilfen sind allerdings so gering, dass ihre Auswirkungen auf den Wettbewerb nicht spürbar sind. Hier hat die EU ein Kontrollrecht. Diese Beihilfen werden als »De minimis«-Beihilfen bezeichnet.

Um durch eine Ansammlung solcher Beihilfen nicht doch eine Wettbewerbsverzerrung entstehen zu lassen, ist der Subventionswert auf 200.000 Euro in drei Jahren pro Unternehmen begrenzt. Über den Projektträger erfahren Sie, wie hoch der auf die jeweilige Beihilfe entfallende Subventionswert ist.


Tipps

1. Antrag stellen!

Ohne Antrag können Sie auch keine Förderung bekommen.

2. Den richtigen Antrag stellen!

Suchen Sie aus der Vielzahl der Förderprogramme diejenigen aus, die dem Unternehmen wirklich Mehrwert bringen und zu Ihrem Vorhaben passen.

3. Den Antrag richtig stellen!

Die meisten Ablehnungen von Anträgen erfolgen aufgrund von Formfehlern oder aufgrund von fehlenden Unterlagen. Informieren Sie sich gut, welche Unterlagen von Ihnen benötigt werden! Teilweise gibt es sogar seitens der Projektträger Unterstützung bei der Antragstellung.

Siehe auch

Workshops und Seminare

Persönliche Werkzeuge