Business-Glossar
Abschöpfungsstrategie
Preisstrategie, bei der ein Preis hoch angesetzt wird, um eine möglichst hohe Bruttomarge und somit eine hohe Gewinnabschöpfung zu erzielen; wird u.a. bei neuartigen Produkten oder Dienstleistungen mit wenig Alternativen für die Kund(inn)en angewandt.
Abschreibung
Die rechnerische Erfassung von Wertminderungen betrieblicher Vermögensgegenstände.
Accelerator
"Beschleuniger", Institution, die durch intensives Coaching jungen Unternehmen zu einer schnellen Entwicklung verhilft.
Added Value
Wertzuwachs, der durch Einbringen von Management - Know-how und die Betreuung des Investors (VC-Gesellschaft oder Business Angel) erzielt wird.
Advisory Board
Englische Bezeichnung für den Fachbeirat, der dem Anlageausschuss bei fachlichen Fragen beratend zur Seite steht.
Agio
Bezeichnung für einen in Prozent ausgedrückten Preisaufschlag auf die Einlage des Aktien- oder Kommanditanteils.
Aktiva
Summe der Vermögensgegenstände eines Unternehmens. Die Aktivseite einer Bilanz umfasst das betriebliche Vermögen, unterteilt in Anlagevermögen und Umlaufvermögen. Die Summe der Aktiva in der Bilanz muss immer gleich der Summe der Passiva sein.
Amber Light
Warnsignal, das auf Probleme in (potenziellen) Beteiligungsunternehmen hinweist. ("Red Flag")
Asset Deal
Firmenübernahme durch Kauf der einzelnen Wirtschaftsgüter (anstelle der Anteile). Gegensatz: "Share Deal".
Asset Sales Deals
Übernahmetransaktionen, bei denen ein großer Teil des Kaufpreises durch Aktivaverkäufe der übernommenen Gesellschaft realisiert wird. Die Verkäufe nicht betriebsnotwendiger Aktiva führen zur Reduzierung des Schuldendienstes.
Asset Stripping
Zerschlagung eines übernommenen Unternehmens durch Verkauf von Teilbereichen oder Vermögensgegenständen.
Aufwand
Der in Geldeinheiten ausgedrückte Werteverzehr, der während einer Abrechnungsperiode in einem Betrieb anfällt (z.B. Rohstoffverbrauch in der Produktion).
Ausgaben
Alle Geschäftsvorfälle, die das Geldvermögen mindern (z.B. Kauf von Rohstoffen).
Auszahlung
Geschäftsvorfälle, die den Zahlungsmittelbestand verringern (z.B. Barkauf von Büromaterial).
Barwert
Als Barwert oder Gegenstandswert wird der gegenwärtige Wert eines in der Zukunft erwarteten Geldbetrages bezeichnet. Man erhält den Barwert durch entsprechende Abzinsung des künftigen Geldbetrages mit einem Kapitalzinssatz der Ausdruck einer alternativ erreichbaren Verzinsung ist.
Benchmark
Auch "Milestone", herausragende Punkte in der Unternehmensentwicklung, bei deren Erreichen z.B. über eine weitere Kapitalzufuhr befunden wird.
Best Case
Geschäftsszenario unter Annahme mehrheitlich positiver Ereignisse oder Verläufe ("günstiger Fall").
Bilanz
Gegenüberstellung von Vermögen und Kapital eines Unternehmens am Stichtag. Das Vermögen stellt als Gesamtheit aller im Unternehmen eingesetzten Güter und Geldmittel die Aktiva dar. Das Kapital dagegen stellt als Summe aller Verpflichtungen des Unternehmens gegenüber Eigenkapital- und Fremdkapitalgebern die Passiva dar.
BioRegio-Wettbewerbe
Wettbewerb zwischen verschiedenen Regionen in Deutschland zur Förderung von Unternehmensgründungen im Bereich Biotechnologie.
Break-Even-Point (Gewinnschwelle)
Im Zusammenhang mit der Gründung: Zeitpunkt, an dem positive Cash Flows erarbeitet werden; generell: Zeitpunkt, an dem die Gewinnschwelle überschritten und ein Gewinn realisiert wird bzw. Umsatzhöhe, bei der die Erlöse gerade die fixen und variablen Kosten decken.
Bridge Financing (Überbrückungsfinanzierung)
Finanzielle Mittel, die einem Unternehmen zur Vorbereitung des Börsengangs vor allem mit dem Ziel der Verbesserung der Eigenkapitalquote zur Verfügung gestellt werden.
Buffer (Puffer)
Ausdruck für ungenutzte Kreditlinien oder Barreserven.
Burn-Out Turnarround (Restart)
Drastische Umgestaltung bzw. Restrukturierung eines Unternehmens, das große wirtschaftliche Probleme hat. Dabei wird neues Gesellschaftskapital von Dritten eingebracht; die Anteile der Altgesellschafter werden verwässert.
Burn Rate
Geschwindigkeit, mit der Geld aufgebraucht wird, z.B. ausgedrückt in EURO pro Monat bzw. Zeitspanne, bis das einem Unternehmen zur Verfügung gestellte Kapital verbraucht ist.
Business Angel
Vermögende Privatperson (im Idealfall erfahrene/r Unternehmer/in), die junge Unternehmen bei der Gründung mit Kapital und/oder aktiver Unterstützung (bspw. Coaching oder Managementhilfe) und Kontakten unterstützt (Ihr Honorar: Unternehmensanteile). Im angloamerikanischen Raum verbreitet vorkommende Finanzierung von Seed-Finanzierungen.
Businessplan
Unternehmenskonzept, das klar und prägnant Auskunft gibt über alle Aspekte eines neuen Unternehmens, die für Kapitalgeber/innen wichtig sind; dazu gehören Ausführungen zu Produktidee, Markt, Team und Führung des zukünftigen Betriebs, betriebswirtschaftliche Analysen etc.
Buy Back
Exitvariante (Exit), bei der die Anteile durch die Altgesellschafter zurückgekauft werden.
Cagr
Abkürzung für Compound Annual Growth Rate (jährliche Wachstumsrate).
Capital Gain
Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf von Unternehmensanteilen.
Captive Fund
Bezeichnet einen Fonds, der Teil einer größeren Finanzinstitution ist oder ihr gehört. Gegensatz: Independent Fund.
Carried Interest
Englische Bezeichnung für die Gewinnbeteiligung der Fondsmanagementgesellschaft und deren Manager am Erfolg der verwalteten Fonds; häufig 20 Prozent für Managementgesellschaft und 80 Prozent für Investoren.
Case Szenarios
Im Zusammenhang mit der Prüfung einer potenziellen Beteiligung werden verschiedene Fallstudien durchgeführt: Ein "pessimistic case szenario" für eine negative Entwicklung, ein "optimistic case szenario" für die günstigste Entwicklung und ein "most likely szenario" für eine am wahrscheinlichsten gehaltene Entwicklung (oder auch "worst case" [negative Entwicklung], "real case" [realistische Entwicklung] und "best case" [optimistische Entwicklung]).
Cash-Flow (CF)
Der in einer Periode erfolgswirksam erwirtschaftete Zahlungsüberschuss. Der CF wird abgeleitet aus den Daten des Jahresabschlusses (bzw. Planzahlen), insbesondere der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV). Er ist Indikator für die Innenfinanzierungskraft eines Unternehmens.
Cash Flow Deals
Traditionelle Form von MBO, die weitgehend auf der Basis der erwirtschafteten flüssigen Mittel eines Unternehmens finanziert werden. Schlüsselgröße ist der Cash Flow, aus dem die Rückführung der aufgenommenen Fremdkapitalmittel und der Zinsdienst für die Finanzierung eines Buy-Out getragen werden muß.
Chief Executive Officer (CEO)
Vorstandsvorsitzende(r)
Chief Financial Officer (CFO)
Leiter(in) Finanzen
Chief Organisation Officer (COO)
Leiter(in) Organisation
Chief Technological Officer (CTO)
Leiter(in) Technik
Chinese Walls
Informationsbarrieren, die innerhalb einer Finanzinstitution bestehen, so dass verschiedene Abteilungen von der jeweiligen Tätigkeit der anderen nichts wissen, oder die errichtet werden, um z.B. Interessenkonflikte zu vermeiden.
Conjoint Analyse
Analyseverfahren zum Ausloten von Präferenzen. Anhand von Vergleichsurteilen für verschiedene Produkte gelingt es durch C., den Nutzen einzelner Merkmale dieser Produkte zu messen. C. kann für das Produktdesign, die Preisfindung oder die Positionierung eines Produktes eingesetzt werden.
Copyright
Urheberrechtsschutz, um Nachahmung einer Idee, eines Namens oder eines Produktes zu unterbinden.
Corporate Venture Capital
VC-Gesellschaften, die zu Konzernen gehören. Auf diese Art und Weise können innovative Geschäftsideen ins Unternehmen getragen werden oder den Mitarbeitern kann die Möglichkeit gegeben werden, mit Hilfe des Konzerns etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Desweiteren gibt es Corporate Venture Capital Gesellschaften, die weitgehend unabhängig vom Mutterkonzern agieren, jedoch einen entlehnten Branchenschwerpunkt als Investitionsschwerpunkt gewählt haben.
Co-Investment
Bezeichnung für eine Portfolioinvestition mit einem Minderheitsanteil, wobei die hauptsächliche Betreuung von einem Lead-Investor übernommen wird und sich so der Betreuungsaufwand für den Co-Investor reduziert.
Co-Lead Investments
Bezeichnung für eine Portfolioinvestition, in gleicher Höhe wie der Lead-Investor, der jedoch die Betreuung des Beteiligungsunternehmens übernimmt.
Co-Venturing
Beteiligung an einem Unternehmen durch mehrere Investoren, von denen einer als Lead-Investor auftritt.
Crashkurse des BPWN
Zu den Phasen des Wettbewerbs passende vier- bis fünf-stündige, kostenfreie Workshops, in denen den Entrepreneuren das notwendige Spezial-Know-how von Experten vermittelt wird. Termine unter www.bpwn.de.
Deal
Englische Bezeichnung für ein Portfoliogeschäft/ eine Portfoliobeteiligung.
Deal Flow
Investmentmöglichkeiten, die einer Venture Capital-Gesellschaft angetragen werden. Deutsche Ausgleichsbank (DTA)
Anstalt des öffentlichen Rechts, die überwiegend Aufbaudarlehen an kleine und mittlere Unternehmen sowie an Existenzgründer vergibt.
Development Capital
Kapital zur Finanzierung der Geschäftsentwicklung reiferer mittelständischer Unternehmen.
Dingo
Don’t invest - no growth opportunity.
Disbursements
Auszahlung des Kapitals anlässlich einer Beteiligung.
Discounted-Cashflow-Methode
Möglichkeit zur Bestimmung des Unternehmenswerts; Berechnung erfolgt auf der Grundlage des abgezinsten Cashflows über einen bestimmten Zeitabschnitt.
Due Diligence
Intensive Untersuchung der betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Gegebenheiten und Planungen in das zu investierende Unternehmen. Ziel ist es, potenzielle Risiken, die Einfluß auf die zukünftige Geschäftstätigkeit haben könnten, frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Diese abschließende detaillierte Untersuchung, Prüfung und Bewertung eines potenziellen Beteiligungsunternehmens dient als Grundlage für die Investmententscheidung.
Early Stage (Financing)
(Finanzierung der) Frühphasenentwicklung eines Unternehmens, von der Finanzierung der Konzeption bis zum Start der Produktion und Vermarktung sowie zusammenfassender Begriff für Seed- und Start-up-Investitionsphasen.
Ebit
Earnings before Interest and Taxes (Gewinn vor Zinsen und Steuern): Maßstab, der bei der Unternehmensbewertung auf schuldenfreier Basis Anwendung findet.
Eigenkapital
Das vom Unternehmer oder den Gesellschaftern in das Unternehmen eingebrachte Kapital, für das kein Anspruch auf eine feste Verzinsung oder Rückzahlung des Betrages besteht, dafür aber auf Beteiligung am Erfolg und am Liquidationserlös.
Einzahlungen
Eine Erhöhung des Zahlungsmittelbestandes. Beispiele für Einzahlungen sind: Bareinlage, Aufnahme eines Bankkredites, Barverkauf von Waren.
Elevator Pitch
Kurzpräsentation der Geschäftsidee (30 Sekunden bis max. 10 Minuten) vor Kapitalgebern oder einem interessierten Publikum. Ziel: Interesse wecken, um später unter vier Augen die Details der Geschäftsidee zu erläutern.
Entrepreneure
Bezeichnung für (Jung-)Unternehmer, die wachstumsorientierte Unternehmen aufbauen.
Equity
Eigenkapital
Equity Kicker
Möglichkeit der Fremdkapitalgeber, Anteile an der zu finanzierenden Personen- oder Kapitalgesellschaft oft zu Sonderkonditionen zu erwerben.
Equity Story
Dokumentation im Rahmen eines Emissionsverfahrens, in der wesentliche Charakteristika des Unternehmens und wichtige Leitlinien der Unternehmensstrategie dargestellt werden (die Erfolgsgeschichte des Unternehmens; in der Vergangenheit und in der Zukunft).
Ertrag
Der in Geldeinheiten ausgedrückte Wertzuwachs, der während einer Abrechnungsperiode in einem Bereich zu verzeichnen ist.
Executive Summary
Zusammenfassende Darstellung
Exit
Ausstieg eines Investors aus einer Beteiligung durch Veräußerung seines Anteils im Wege von: "Buy Back", "Trade Sale", "Secondary Purchase" oder "Going public". Realisierung des Gewinns für den Investor.
Exit-Strategie
Strategie zur Realisierung des Gewinns aus einer Investition.
Expansion Financing
Wachstums- und Expansionsfinanzierung.
Das betreffende Unternehmen hat den break-even-point erreicht oder erwirtschaftet Gewinne. Die Geldmittel werden zur Finanzierung von zusätzlichen Produktionskapazitäten, Produktdiversifikation oder Marktausweitung und/ oder für weiteres "working capital" verwendet.
Feasibility Study (Durchführbarkeitsstudie)
Analyse der technischen und wirtschaftlichen Realisierbarkeit eines Projektes.
Finanzierung
Beschaffung/Bereitstellung von Kapital für ein Unternehmen.
Flop
Totaler Fehlschlag einer Beteiligung. Gegensatz: High Flyer.
Fremdkapital
Bezeichnung für die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten des Unternehmens gegenüber Dritten.
Fund-Raising
Das "Einwerben" von Investitionskapital. Startphase eines Venture Capital Fonds, in der institutionelle, industrielle oder private Anleger dafür gewonnen werden, Fondsanteile zu zeichnen. Die meisten VC-Gesellschaften legen in unregelmäßigen Abständen Fonds auf, in denen sie das Geld sammeln, das sie dann in die Beteiligungen investieren. Je besser der Track Record einer VC-Gesellschaft desto größer ihre Chancen, auch in Zukunft Geld einzusammeln.
Gantt-Chart (Balkenplan)
Übersicht über den zeitlichen Verlauf eines Projektes, in der verschiedene Projektaktivitäten in ihrer zeitlichen Abfolge und Dauer (durch Balken) abgebildet werden.
Geschäftssystem/-modell
Beschreibung von Einzeltätigkeiten eines Unternehmens und deren gegenseitiger Abhängigkeit; das Geschäftssystem zeigt, welche Tätigkeiten wie ablaufen müssen, damit ein Produkt hergestellt oder eine Dienstleistung erbracht werden kann und wie das Unternehmen damit Geld verdient.
Gewinn
Differenz zwischen Ertrag und Aufwand.
Gewinnthesaurierung
Nichtausschüttung/Einbehaltung von Unternehmensgewinnen.
Going-Public
Börsengang eines Unternehmens. Siehe auch IPO.
Hands Off
Nach Bereitstellung von Eigenkapital lässt man das Unternehmen agieren ohne bis zum Exit direkt einzugreifen. Eher passive Betreuung durch Mitwirkung in Beiräten, Aufsichtsräten etc.
Hands On (Aktive Betreuung)
Der Investor zielt auf eine Wertsteigerung durch aktive Unterstützung des Managements ab. Added Value (über die Mitwirkung in Beiräten, Aufsichtsräten etc. hinausgehende Aktivitäten).
Hard Money
Kapital, das eine Rendite erwirtschaften muss, z.B. Venture Capital. Gegensatz: Soft Money.
High Flyer
Bezeichnung für Aktien oder Unternehmensbeteiligungen mit einem extremen Wertanstieg. Gegensatz: "Flop".
Hurdle Rate
Basisvergütung der Investoren. Erst nach Auszahlung dieser Basisvergütung erhält die Managementgesellschaft eine Gewinnbeteiligung (Carried Interest).
Independent Fund
Unabhängiger Fonds oder VC-Gesellschaft, die nicht von einer bestimmten Finanzgruppe kontrolliert wird. Gegensatz: Captive Fund.
Institutionelle Investoren
Große Institutionen, z. B. Kreditinstitute, Versicherungen, Pensionsfonds oder Großunternehmen, die in Eigenkapitalfonds investieren.
Investment Qualification Memorandum
Die Investitionsvorlage ist das Ergebnis der Due Diligence und dient zur Vorbereitung der Investitionsentscheidung durch den Anlageausschuss.
IPO (Initial Public Offering) (Börsengang)
Im angloamerikanischen Raum Bezeichnung für die öffentliche Erstemission von Anteilen junger und mittelständischer Unternehmen.
Insolvenz
Zahlungsunfähigkeit bzw. drohende Zahlungsunfähigkeit oder auch Überschuldung mit nachfolgender Sanierung oder Liquidation des Unternehmens.
IRR (Internal Rate of Return) (Interner Zinsfuß)
Finanzmathematische Methode zur Berechnung der Rendite eines Investments: Diskontsatz, bei dem der Net Present Value aller negativen und positiven Cashflows gleich null wird.
Investition
Verwendung von finanziellen Mitteln zur Beschaffung von Sachvermögen (z.B. Maschinen), immateriellem Vermögen (z.B. Patente) oder Finanzvermögen (Wertpapiere, Beteiligungen, etc.).
IT-Unternehmen
Unternehmen der Informationstechnologie.
IuK
Abkürzung für Informations- und Kommunikationstechnologien.
Joint Venture
Ein häufig zeitlich begrenzter Zusammenschluss zweier Unternehmen unter Ausnutzung der Synergien beider Betriebe, um einen neuen Markt zu erobern oder gemeinsame Projekte voranzubringen.
KfW
Abkürzung für Kreditanstalt für Wiederaufbau.
Konkurs
Einstellung aller Zahlungen eines Unternehmens wegen Zahlungsunfähigkeit mit nachfolgender Auflösung des Unternehmens.
Kosten
Der bewerte leistungsbezogene Güterverbrauch. Kosten sind von den anderen einsatzbezogenen Grundbegriffen des Rechnungswesens, den Auszahlungen, den Ausgaben und dem Aufwand zu unterscheiden.
Kosten, fixe
Die Kosten, deren Höhe bei der Variation einer Kosteneinflussgröße konstant bleibt. Die Mietkosten für ein Ladengeschäft z.B. sind konstant, unabhängig davon, ob etwas verkauft wird.
Kosten, variable
Im Gegensatz zu den fixen Kosten bezeichnet man als variable jene Kosten, denen Höhe sich bei der Variation einer Kosteneinflussgröße verändert.
Kreditlimit (Kreditlinie oder Kontokorrentlinie)
Bis zu einem Maximalbetrag zugesagter Kredit, der nicht voll ausgeschöpft werden muss, wobei Zinsen nur auf den tatsächlich beanspruchten Betrag anfallen.
Later Stage Financing (Spätphasenfinanzierung)
Finanzierung von Expansionen, Übernahmen, Überbrückungen etc. bei etablierten Unternehmen.
Lead Investor
In einem Syndikat von VC-Gesellschaften der Investor meist mit dem größten Anteil, der sowohl die Organisation der Finanzierung als auch die "Hands On"- Betreuung übernimmt.
Leverage
Grad der Fremdverschuldung eines Unternehmens, meistens ausgedrückt durch das Verhältnis von Fremd- zu Eigenkapital.
Leveraged Buy-out (LBO)
Überwiegend fremdkapitalfinanzierte Unternehmensübernahme.
Letter of Intent (LoI)
Schriftlich abgegebene Erklärung im Vorfeld einer Portfolioinvestition, in der die Absicht von Investor und Entrepreneur zum Abschluß des Unternehmensbeteiligungsvertrages bekundet wird.
Liquidation
Verflüssigung der Aktiva eines Unternehmens mit anschließender Bezahlung der Verpflichtungen und Auflösung des Unternehmens.
Liquidität
Fähigkeit, fällige Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, z.B. indem genügend flüssige Mittel vorhanden sind.
Lizenz
Durch Vertrag erworbene Befugnis zur Herstellung oder Erbringung eines patentrechtlich geschützten Produktes oder einer Dienstleistung, meistens verknüpft mit einer Lizenzgebühr.
Lizenzgebühr
Gebühr, die bezahlt werden muss, um eine Lizenz zu erwerben.
Make or Buy
Entscheidung, ob ein Produkt oder eine Dienstleistung selbst hergestellt (make) oder eingekauft (buy) wird.
Marge
Unterschied zwischen Verkaufspreis und Selbstkosten, auch Verdienstspanne genannt.
Marketing-Mix
Vier Elemente des Marketings: Produkt, Preis, Distribution, Kommunikation, (engl. 4 P´s of Marketing - Product, Price, Place, Promotion)
Marktanalyse
Analyse von Bezugs- und Absatzmärkten mit dem Ziel festzustellen, ob und wie ein bestimmter Markt ein Produkt aufnimmt.
Marktdurchdringung
Prozentualer Anteil eines Angebots am Gesamtmarkt (der genau zu definieren ist).
Markteintrittsstrategie
Strategie zur Verwirklichung neuer Geschäfte, d.h. zur Überwindung von Markteintrittsschranken.
Markteintrittsschranken
Nachteile eines neu auf einen Markt eintretenden Unternehmens gegenüber den auf diesem Markt befindlichen Anbietern.
Marktforschung
Sammlung und Aufbereitung von externen Informationen mit dem Ziel der Festlegung einzelner Elemente der 4 P´s (Product, Price, Place, Promotion); Erforschung der Absatzmärkte, z.B. hinsichtlich Marktpotenzial, Marktvolumen, Marktanteil, Konkurrenz, Bedarfsstruktur, Lieferfristen, Transportmitteln, Preisen und Qualitäten.
Marktsegmentierung
Aufteilung eines Marktes in klar abgegrenzte Untergruppen von Kunden, aus denen die Zielgruppen abgeleitet werden, die mit einem bestimmten Marketing-Mix erreicht werden sollen.
MBI (Management Buy-In)
Übernahme eines Unternehmens durch ein externes Management.
MBO (Management Buy-Out)
Übernahme eines Unternehmens durch das vorhandene Management mit Hilfe eines Finanzinvestors.
Mezzanine Money
Finanzierungsmittel, die die Finanzierungslücke zwischen Fremd- und Eigenkapital in der Kapitalstruktur insbesondere bei MBO/MBI füllen. In Deutschland gebräuchliche Formen: Ordinated Dept, patriarische Darlehen, Gesellschafterdarlehen, Vorzugsaktien, Genußscheine, stille Beteiligung und Seller´s Notes.
n2-Treff des netzwerk|nordbayern
Zwanglose Treffen zwischen Unternehmern und Unternehmensgründern, Fachberatern (z.B. Patentanwälte, Steuer-berater, Unternehmensberater, Rechtsanwälte), Coaches und Investoren (VCG und Business Angels). Alle Parteien tragen unterschiedlich farbige Namensschilder. Termine siehe unter www.netzwerk-nordbayern.de
Nasdaq
Nordamerikanische Börse für Wachstumswerte.
Net Present Value (NPV)
Nettowert eines zukünftigen Vermögenswerts, z.B. eines Cashflows, aus gegenwärtiger Sicht; Antwort auf die Frage: Wie viel ist ein zukünftiger Geldbetrag heute wert?
Neutraler Erfolg
Erfolg/Gewinn aus nicht üblicher Geschäftstätigkeit des Unternehmens (Börsengewinne, Verkauf von Maschinen über Buchwert etc.).
Normal Case
Annahme des nach bestem Wissen und Gewissen wahrscheinlichsten Geschäftsszenarios ("Normalfall"), oft auch "Base Case" oder "Real Case" genannt.
Offene Beteiligung
Direkte Beteiligung durch Übernahme von Unternehmensanteilen.
OoC
Abkürzung für "Out of Cash". Zeitpunkt, an dem das Unternehmen nicht mehr über genügend Geld verfügt.
Operativer Erfolg
Gewinn aus üblicher Geschäftstätigkeit des Unternehmens = Gewinn abzüglich Neutraler Erfolg.
Passiva
Herkunft des Kapitals eines Unternehmens. Die Summe der Passiva in der Bilanz muss immer gleich der Summe der Aktiva sein.
Pay Back
Investierter Betrag plus Capital Gain, realisiert beim Exit.
Penetrationsstrategie
Preisstrategie, bei der in der Einführungsphase eines Produktes niedrige Preise angesetzt werden, um möglichst schnell einen großen Markt zu erschließen.
Portfolio
Summe des gesamten in Beteiligungen angelegten Kapitals einer Kapitalbeteiligungsgesellschaft.
Private Equity
Im Amerikanischen Oberbegriff für alle Eigenkapital-Anlageformen: Venture Capital, Mezzanine und LBO. Beteiligungskapital im weitesten Sinne.
Private Investoren
Privatpersonen, die eigene Mittel in Unternehmen investieren und diese direkt unterstützen. Business Angel.
Private Placement
Private Platzierung von Aktien ohne Inanspruchnahme der Börse im Gegensatz zum Public Offering.
PU
Abkürzung für Portfolio-Unternehmen.
Public Offering
Öffentliches Angebot von Aktien über die Börse im Gegensatz zum Private Placement.
Quick Ratio
Messung der Unternehmensliquidität zur Bewertung der Kreditwürdigkeit eines Unternehmens (Summe der Aktiva: Summe der Verbindlichkeiten).
Ratchet/Sliding Scale
Bonus- und/oder Malusvereinbarung, bei der abhängig von der Zielerreichung des Unternehmens Eigenkapitalanteile zu Vorzugskonditionen von Verkäufer (Bonus) oder Käufer (Malus) erworben werden können.
Rentabilität
Die Rentabilität zeigt an, in welcher Höhe sich das eingesetzte Kapital in einer Periode verzinst hat (Gesamtkapitalrentabilität/Eigenkapitalrentabilität).
Replacement Capital
Kauf der Unternehmensanteile von Anteilseignern, die die Firma verlassen wollen.
Restart (Turnaround)
Aufgrund der schlechten Lage eines Unternehmens wird ein neues Unternehmenskonzept erstellt. Ggf. soll auch mit neuem Management und einer geänderten Produktpalette das Unternehmen neu gestartet werden.
Return on Investment (ROI)
Der ROI gibt das Verhältnis zwischen Gewinn und investiertem Kapital an (Rentabilitätskennzahl).
Scouts
Personen, die aussichtsreiche Portfoliobeteiligungen sichten.
Second Round Financing
Zweite Finanzierungsrunde für ein Unternehmen, das bereits in einer ersten Runde Venture Capital erhalten hat.
Secondary Purchase
Exitvariante. Eine VC-Gesellschaft verkauft ihre Anteile an einem Unternehmen an eine andere VC-Gesellschaft bzw. einen finanziell interessierten Partner.
Seed Capital
Finanzierung der Ausreifung und Umsetzung einer Idee in verwertbare Resultate, bis hin zum Prototyp, auf deren Basis ein Geschäftskonzept für ein zu gründendes Unternehmen erstellt wird.
(Pre-) Seed-Phase
Phase vor der formellen Firmengründung (Vorgründungsphase).
Seller´s Notes (Kaufpreisstundungen)
"Stehen gelassene" Kaufpreisforderungen seitens der Verkäufer, quasi ein Verkäuferdarlehen (ggf. mit Bindung an Zielerreichungsgrad).
Sensitivitätsanalyse
Analyse der Wirkung möglicher Veränderungen von Annahmen auf das Unternehmen (z.B. auf Ergebnis, Umsatz, Marktanteil).
Serial Entrepreneur
Unternehmer, der schon ein oder mehrere Unternehmen gegründet, aufgebaut und verkauft hat.
Share Deal
Firmenübernahme durch Kauf der Geschäftsanteile.
Soft Money
Kapital, für welches kein Renditezwang besteht; wird meistens von Familie, Bekannten, Staat oder Stiftungen zur Verfügung gestellt.
Spin-Off
Ausgliederung und Verselbstständigung einer Abteilung oder eines Unternehmensteils aus einer Unternehmung/einem Konzern (auch: Ausgründung von Wissenschaftlern aus einer Hochschule/wissenschaftlichem Institut).
Start-up
Phase direkt nach der Gründung eines Unternehmens, oft auch Bezeichung für ein junges Wachstumsunternehmen (ein "Start-up").
Start-up-Financing (Gründungsfinanzierung)
Das betreffende Unternehmen befindet sich in der Gründungsphase, im Aufbau oder seit kurzem im Geschäft und hat seine Produkte noch nicht oder nicht in größerem Umfang vermarktet.
Stille Gesellschaft
Stille Beteiligung, i.d.R. mit fester Laufzeit, festem Zins und festgelegter erfolgsabhängiger Komponente; bedarf nicht der Publizität.
Subordinated Debt
Nachrangige Fremdmittel. Die Nachrangigkeit bezieht sich auf die Rangfolge der Fremdkapitalgeber untereinander insbesondere für den Vergleichs- bzw. Liquidationsfall.
Substitute
Andersartige Produkte, die das gleiche Kund(inn)enbedürfnis befriedigen.
Swot-Analyse
Analyse von Strengths/Weakness/Opportunities/Threats oder deutsch die Stärken/ Schwächen/Chancen/Risiken-Analyse. Jedes Unternehmen sollte eine solche Analyse machen, um die eigene Situation besser einschätzen zu können und dementsprechend die optimale Strategie zu finden.
Syndication
Um auch größere Investments mit hohem Risiko zu finanzieren, schließen sich mehrere Kapitalbeteiligungsgesellschaften zusammen.
tbg
Abkürzung für Technologie-Beteiligungs-Gesellschaft. Eine Tochter der Deutschen Ausgleichsbank, die die Finanzierung von technologieorientierten Wachstumsunternehmen unterstützt.
Tilgung
Rückzahlung einer Geldschuld, besonders eines Bankkredits oder einer Anleihe auf der Grundlage eines Tilgungsplans.
Track Record
Erfahrungsgeschichte einer Beteiligungsgesellschaft bzw. eines Unternehmens, eines Managers oder auch Unternehmers.
Trade Sale
Veräußerung der Unternehmensanteile an einen industriellen Investor.
TTC
Abkürzung für "Time to Close". Zeitpunkt, zu dem die Finanzierung stehen muß, da das Unternehmen sonst ein Liquiditätsproblem bekommt.
Turnaround Financing
Finanzierung eines Unternehmens, das sich nach Überwindung von Schwierigkeiten (z.B. Absatzprobleme) wieder aufwärts entwickeln soll.
Umlaufvermögen
Vermögenswerte, die sich im normalen Ablauf der Geschäftstätigkeit kurzfristig in flüssige Mittel verwandeln lassen.
Unique Selling Proposition (USP)
Begriff aus dem Marketing, "einzigartiges Verkaufsangebot" oder auch Alleinstellungsmerkmal, d.h. schlagendes Verkaufsargument oder spezielle Eigenschaft, die einem Produkt oder einer Dienstleistung einen größeren Kund(inn)ennutzen verschafft.
Unternehmensbewertung
Feststellung des Wertes einer Unternehmung. "Feststellung" hat dabei einen doppelten Sinn und bedeutet, dass der Bewertetende entweder eine Entscheidung treffen kann, indem er selbst einen Wert zumisst, oder dass er vorgefundene Werte registriert und überträgt.
Unternehmenskultur
Die Unternehmenskultur umfasst die in einer Firma aufgrund ihrer bisherigen kollektiven Erfahrungen verankerten Glaubenssätze, Werte, Normen und Regeln. Diese prägen die typischen Verhaltensmuster der Mitglieder.
Unternehmer-Juroren im Rahmen des BPWN
Die Unternehmer-Juroren sind ehemalige erfolgreiche Entrepreneure oder haben umfangreiche Erfahrungen zum Thema Unternehmensgründung. Alle Teilnehmer bekommen in jeder der drei Phasen des Wettbewerbs von mindestens zwei Unternehmer-Juroren ein detailliertes Feedback auf Ihre Geschäftsidee.
VC-Juroren im Rahmen des BPWN
Ca. 20 der größten und renommiertesten deutschen VC-Gesellschaften stehen dem BPWN als Juroren für ihre Geschäftsideen zur Verfügung. Sie bekommen in jeder der drei Phasen des Wettbewerbs von mindestens drei VC-Juroren ein Feedback. Die VC-Juroren bewerten das Wachstumspotenzial und das Finanzierungspotenzial Ihrer Geschäftsidee.
Vendor
Verkäufer eines Unternehmens oder von Unternehmensanteilen.
Venture Capital (VC)
Wagniskapital, Chancenkapital, Risikokapital. Finanzierung junger, wachstumsstarker Unternehmen überwiegend aus den Technologiebranchen durch institutionelle Investoren (z.B. VC-Gesellschaften) oder informelle Investoren (z.B. Business Angels). Die Bereitstellung wird - im Gegensatz zur Kreditvergabe - nicht vom Vorhandensein beleihungsfähiger Vermögenswerte des Unternehmens oder des Inhabers abhängig gemacht, sondern allein von den geschätzten Ertragschancen des zu finanzierenden Unternehmens.
Venture Catalyst
Institution als Mittler zwischen jungen Technologieunternehmen und Eigenkapitalinvestoren. Sichtet, prüft und verbessert Businesspläne und sucht geeignete Investoren.
Venture Capital Fund
Fonds, aus dem der professionelle Venture Capitalist seine Investitionen finanziert.
Venture-Capital-Gesellschaften (VCG)
Auf Wachstumsbranchen spezialisierte Investmentfonds, die jungen Unternehmern Risikokapital geben und sie in den ersten Jahren betreuen.
Vertraulichkeitserklärung
Auch: Non-Disclosure-Agreement (NDA). Bevor Sie Ihren Businessplan an Dritte geben, sollten Sie von diesem ein NDA einfordern. Alle Mitarbeiter, Coaches und Juroren im Rahmen des Businessplan Wettbewerb Nordbayern haben selbstverständlich eine Vertraulichkeitserklärung unterschrieben. Eine Vorlage steht unter www.bpwn.de
Vertrieb
Planung, Implementierung und Kontrolle des Transports der Produkte und Dienstleistungen vom Ausgangspunkt zu den Kund(inn)en.
Vertriebskanal (Distributionskanal)
Physischer Weg, auf dem ein Produkt vom Unternehmen zu den Kund(inn)en gelangt; es gibt verschiedene Formen: Direktvertrieb, Detaillisten, Agenten, Franchising, Grossisten.
"Vulture" Capitalist
"Geier", ironisch-satirische Bezeichnung für Finanzinvestoren, deren Ziel im "schnellen Geld" unter Einsatz unseriöser Methoden besteht.
Win-Win-Situation
Situation, in der alle beteiligten Personen oder Unternehmen gewinnen oder aus der alle Beteiligten einen gerecht verteilten Nutzen ziehen.
Window on Technology
Bevorzugtes Interesse eines Corporate Venture Funds eines Industriekonzerns, der sich über Venture Capital-Beteiligungen Zugang zu neuen Technologien verschaffen will.
Worst Case
Annahme eines Geschäftsszenarios mit Einberechung mehrheitlich ungünstiger Bedingungen ("ungünstiger Fall").
Yield
Rate of Return bei Schuldverschreibungen/Ergebnis aus einer Kapitalanlage.




